Am Montag, den 14. Februar, fuhren wir Schüler der Klassen 9a und 9b mit unseren Lehrern, Frau Sabine Hartl und Herrn Christian Hechinger, mit dem Bus zur KZ-Gedenkstätte Dachau. Die Fahrt organisierte unsere GPG-Lehrerin Frau Stefanie Hoffmann. In Dachau angekommen erwarteten uns bereits zwei Museumsführerinnen. Die Führung begann am alten Bahnhof. Hier wurden vor etwa 70 Jahren die Häftlinge ausgeladen. Den SS-Leuten war es erlaubt, die „Neuen" zu stoßen, sie zu beleidigen und anzuspucken. Danach mussten sie durch das Tor mit der Aufschrift: „Arbeit macht frei" gehen. Dieser Spruch bedeutete jedoch in Wirklichkeit „frei vom Leben“, wie viele Häftlinge im Laufe der Zeit im KZ am eigenen Leib erfahren mussten.
Die neu angekommenen Häftlinge wurden selektiert und je nach ihrer Zugehörigkeit in verschiedene Randgruppen ( z.B. Asoziale, Homosexuelle oder politisch anders Denkende) aufgeteilt.
Anschließend wurde uns erklärt, wie das Leben der Häftlinge im Lager ablief. Zuerst wurden hier ihre Köpfe kahl rasiert. Ihr gesamtes Hab und Gut wurde ihnen abgenommen und sie mussten eine schwarz-weiße Lagerkleidung (wie in einem Gefängnis) tragen.
Danach wurde uns der Bunker gezeigt. Dort wurden viele Häftlinge gefoltert und gequält. Da wurden Häftlinge auf dem Prügelbock stundenlang geschlagen, andere hängte man einfach an einen Baum, wieder andere mussten tagelang in engen, dunklen Zellen sitzen.
Dann erfuhren wir, dass alle Häftlinge trotz schwerer Arbeit viel zu wenig zum Essen hatten und mit der Zeit bis auf die Knochen abmagerten.
Im Krematorium wurden fast 40 000 Häftlinge in acht Öfen verbrannt. Die Knochen und Aschereste wurden einfach in einem Feld vergraben. Auch gab es in Dachau einen Vergasungsraum, das „Brausebad", dieser hier wurde aber im Gegensatz zu vielen anderen KZs nicht genutzt.
Zum Schluss erfuhren wir noch, unter welchen unmenschlichen Bedingungen die Häftlinge in den Baracken leben mussten. Obwohl sie nur für ca. 400 Häftlinge gebaut wurden, mussten sich gegen Ende des Krieges mehr als 2000 Leute eine Baracke teilen.